Betrug im Online-Weinhandel

Mit diesem Trick täuschen Online-Weinhändler ihre Kunden

Advertorial von Konstantin Haßmann

Im Haifischbecken der großen Online-Weinhändler werden Weinliebhaber auf eine perfide Art an der Nase herumgeführt. Undurchsichtige Produktangaben und mittlere zweistellige Rabatte lassen den Kunden glauben, ein wahres Schnäppchen zu machen.

In Wirklichkeit aber wird dem Kunden ein Bär aufgebunden. Er wird nach Strich und Faden belogen.

Industriell hergestellte Massenweine werden mit einem schönen Namen ausgestattet. „Cantine San Marzano“ ist zum Beispiel so eine wohlklingende Aneinanderreihung von Worten. Im Kopf entsteht das Bild einer kleinen Kellerei, wo das handverlesene Traubengut womöglich noch mit den Füßen bearbeitet wird, bevor es schonend in kleine Holzfässer abgepresst wird.

Tatsächlich ist die „Cantine San Marzano“ aber eine hochautomatisierte Industrieanlage, in der jährlich neun Millionen Flaschen Wein abgefüllt werden und das Traubengut in großen LKWs angeliefert wird.

Cantine San Marzano ist kein Weinschloss, kein Chateau und kein bäuerlicher Landsitz mitten in schöner Umgebung. Es ist eine Fabrik aus riesigen Stahltanks, gelbem Wellblech, einem grossen Zaun und keiner Beschriftung.

Die Krone für die perfekte Konsumententäuschung setzt der Weinhändler durch eine gekaufte Auszeichnung (die meisten Auszeichnungen sind käuflich) auf. Mit 99 Punkten und 40% Rabatt kann der Wein dann für 14,99 € angeboten werden. Selbstverständlich mit Korken, der sich beim Öffnen leider als gepresster Kunststoff zu Erkennen gibt. Im Einkauf kostet er einen Bruchteil des Preises.

Doch wie ist diese skrupellose Verbrauchertäuschung möglich? Wieso akzeptieren wir den fauligen Rabattköder bei vermeintlich erstklassigen Weinen im Online-Handel?

Das Problem liegt in der deutschen Gesetzgebung. Während die Inhaltsstoffe von Lebensmittel bis ins kleinste Detail aufgeführt werden müssen, ist eine Deklaration bei Genussmitteln wie Wein nicht erforderlich. Da lacht sich doch der hanseatische Großweinhändler ins Fäustchen. Für ihn ist es der Freifahrtschein, dem Weintrinker Lügen aufzutischen, ohne dabei erwischt zu werden.

„Als gelernter Winzer und Jungunternehmer will ich diesem Trend entgegenwirken und eine Alternative anbieten. Zusammen mit Christoph Reiter habe ich vor einem Jahr das Start-up FairGrapes gegründet. FairGrapes steht für all das, wofür die großen Weinhandelshäuser nicht stehen.“

Dabei lässt sich der Schwindel durch logisches Denken schnell erkennen. Man muss nur seine Augen öffnen und für einige Sekunden dem Drang widerstehen, den vermeintlich attraktiven Rabattköder zu schlucken.

Ein Weinhandelskonzern, der pro Jahr über eine halbe Milliarde Euro mit Wein umsetzt, kann keine naturbelassenen Winzerweine anbieten. Die gibt es nicht in 100.000 Liter Stahltanks. Und das sind die Mengen, die ein solcher Konzern braucht, um nicht nach zwei Tagen ausverkauft zu sein.

Neulich habe ich bei einem der großen Online-Weinhändler ein Angebot entdeckt. Enthalten waren sechs Flaschen italienischer Yumm-Yumm Rotwein zum Preis von 59,95 Euro. Statt 13,95 Euro wurde die Flasche für 8,95 Euro angeboten. Obendrauf gab es noch sechs Weingläser im Wert von 7,90 € je Stück und einen Korkenzieher als Sahnehäubchen. Der Streichpreis von 131,10 Euro wurde somit um 54 % unterboten. Zieht man den Wert der Gläser vom Angebotspreis ab, bleiben 12,55 € über. 12,55 € für sechs Flaschen italienischen Rotwein. Versandkosten selbstverständlich auch noch inklusive.

Was hier als erstklassiger italienischer Rotwein von einem familiären Winzerbetrieb aus Apulien angeboten wird, ist in Wirklichkeit ein industrieller Wein, der in einer Großkellerei mit Pulvern und Aufbereitungsanlagen halbwegs trinkbar gemacht wurde. Eine Chemiekeule, die dank der fehlenden Deklarationspflicht bei Weinen als kostbarer Tropfen italienischer Handwerkskunst dargestellt wird. Inhaltsstoffe: Schweinegelatine, Hausenblase, PVPP, Eiweiß und so weiter und so fort. Aber muss ja nicht angegeben werden. Wie praktisch.

Die Herstellung von Weinen auf Masse wird erst durch chemische Schönungsmittel möglich. Ein guter Wein wird allerdings natürlich ohne Schönungsmittel hergestellt.

Spätestens jetzt sollte deutlich werden, wie perfide die Verbrauchertäuschung im Weinhandel ist. Es braucht dringend Alternativen mit ehrlichen und hochwertigen Weinen. Es braucht wieder mehr Wertschätzung für das Winzerhandwerk. Denn wenn die großen Weinhandelshäuser weiter wachsen, wird der Rückgang an familiären Winzerbetrieben weiter zunehmen und durch große Kellereien und Industriebetriebe ersetzt. Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der Winzerbetriebe in Deutschland um 10 Prozent zurückgegangen. Ein Trend, der scheinbar unaufhaltsam ist.

Als gelernter Winzer und Jungunternehmer will ich diesem Trend entgegenwirken und eine Alternative anbieten. Zusammen mit Christoph Reiter habe ich vor einem Jahr das Start-up FairGrapes gegründet. FairGrapes steht für all das, wofür die großen Weinhandelshäuser nicht stehen.

Konstantin Haßmann schneidet per Hand faule und unreife Trauben heraus. Ein großer Vorteil im Vergleich zur maschinellen Ernte, der sich im Geschmack zeigt.

Wir bieten fair hergestellte Weine zu fair kalkulierten Preisen an. Die Weine stammen von einigen der besten Winzer Deutschlands, die Weine in kleinen Chargen handwerklich herstellen – ganz natürlich, mit viel Geduld und ohne Zusatzmittel und Pulver. Das Besondere bei FairGrapes: Mit jeder Flasche unterstützt man gleichzeitig ein Projekt zum Natur- und Artenschutz. Denn ohne intakte Natur kann es auch keinen naturbelassenen Wein geben.

Weine von FairGrapes sind fair zur Natur, fair zu unseren Partnerwinzern und vor allem fair und ehrlich zu unseren Kunden. Daher kann es auch mal vorkommen, dass ein Wein ausverkauft ist und erst nach einem Jahr wieder verfügbar ist. Das muss aber so sein. Denn erstklassige Weine können nicht auf Masse angeboten werden.

Als junges Start-up aus Unterfranken sind wir im Haifischbecken des Online-Weinhandels natürlich der kleine David inmitten von großen Goliaths. Dennoch schließen sich immer mehr Weintrinker unserer Mission an. Bist du bereit für nachhaltige, erstklassige Weine?

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