Blumenwiesen zur Rettung von Honig- und Wildbienen

Blumenwiesen zur Rettung von Honig- und Wildbienen

Beim Stichwort Bienen denken die meisten an Honig, Biene Maya oder einen unangenehmen Schmerz, den jeder schonmal erlitten hat. Doch ist das wirklich das wahre Bild, was wir von Bienen haben sollten? 

Nach zahlreichen Gesprächen mit Imkern und Forstfachleuten ergab sich für mich ein ganz anderes Bild der Bienen. Mittlerweile ist es bei mir an erster Stelle und geht mir nicht mehr aus dem Kopf. 

Bienen sind wahre Arbeitstiere. Während der Suche nach Nektar fliegen sie von Blüte zu Blüte und übernehmen eine wichtige Aufgabe. Sie bestäuben Blüten und das in einem Ausmaß, was für uns fast unvorstellbar ist. Ein einziges Bienenvolk kann an einem Tag bis zu 300 Millionen Blüten bestäuben. Nehmen wir mal an die Bienen würden das nicht mehr machen: 

Ohne Bienen würden viele wichtige Nahrungsmittel für Mensch und Tier unbestäubt bleiben. Apfel-, Birnen-, Mandelbäume und viele weitere Gemüse und Obstarten würden keine Früchte mehr bilden. Die Menschheit würde auf die Idee kommen selbst mit Wattestäbchen zu bestäuben (Kein Witz, das ist bereits in manchen Teilen der Welt Realität). Leider würde aber nie die Menge an Bestäubungen erreicht werden, welche Bienenvölker in der gleichen Zeit gemeistert hätten. Das Ergebnis wäre eine wesentlich kleinere und unattraktivere Speisekarte für uns Menschen, höhere Preise für Lebensmittel bis hin zu grundsätzlichen gesellschaftlichen Problemen. 

Wieso sind die Bienen gefährdet?

In vielen Regionen der Erde sind Bienen, besonders Wildbienen, gefährdet. Im Folgenden werde ich auf die wichtigsten Gründe eingehen, wieso den Bienen die Lebensgrundlage entzogen wird.

Monokulturen und Überdüngung

Bienen mögen es bunt. Bienen mögen Vielfalt. Wir Menschen sollten das eigentlich nachvollziehen können. Auch wir wollen ja nicht tagtäglich Kartoffel in unterschiedlichsten Variationen essen. 

Für die fleißigen Helfer der Lüfte wird der Speiseplan aber immer einseitiger. Durch immer größere Maschinen in der Landwirtschaft können immer größere Felder am Stück bewirtschaftet werden. Der Preisdruck auf Landwirte steigt auch zunehmend, sodass ihnen meisten nichts anderes übrig bleibt, als große Monokulturen anzulegen, die einen besseren Ertrag abwerfen. Hier wird zur Ertragsoptimierung meisten auch auf den Einsatz von synthetischen Düngern und Spritzmitteln zurückgegriffen. Diese Faktoren schaden den Bienen immens und verkleinern ihren Lebensraum kontinuierlich.

Rasenmäher-Roboter

Auch auf privaten Grundstücken hat sich in den letzten Jahren vieles geändert. Rasenmäher-Roboter sind praktisch und sparen viel Zeit ein und versprechen einen immer perfekten Rasen. Das ist natürlich super. Wie du dir bestimmt denken kannst, gefällt das den Bienen auch nicht. Die Blühzeiten von Wiesenblumen wie Klee oder Löwenzahn werden verkürzt oder finden überhaupt nicht statt. Die Nahrungsmöglichkeiten der Bienen wird wieder geschmälert. 

Versiegelung von Flächen

In Deutschland werden pro Jahr rund 178 Quadratkilometer Fläche versiegelt. Die Bundesregierung hat sich eigentlich für eine Verlangsamung ausgesprochen. Leider wurde das Vorhaben aber nicht umgesetzt und die Versiegelung schreitet weiter voran. Jeder Quadratmeter versiegelter Fläche stellt einen Quadratmeter Verlust an potenzieller Nahrung für Bienen dar. 

Das Problem ist sehr komplex, die Lösung hingegen sehr einfach. Wir sollten umdenken und die Natur wertschätzen. Wir sollten anfangen unseren Konsum auszugleichen. Ganz nach dem Motto: Wenn du was von der Natur nimmst, musst du ihr im Gegenzug etwas zurückgeben. Dieser Leitgedanke treibt uns an. So wollen wir mit dir zusammen den Bienen helfen. Im Fall der Bienen gibt es eine einfache Lösung: Bienenwiesen

Wie genau die aussieht, erkläre ich in den folgenden Abschnitten.

Was ist eine Bienenwiese? 

Eine Bienenwiese ist eine im Frühjahr eingesäte Blühweide, die für eine Vielzahl an Insekten und Bienen ein vielseitiges Nahrungsangebot bietet und zusätzlich Lebensraum schafft. Ziel einer Bienenwiese ist es außerdem, dass die Blühdauer über einen langen Zeitraum gestreckt wird. Sie soll vom frühen Sommer bis in den späten Herbst Nahrung für Bienen und Insekten bieten und nicht nur eine saisonale Erscheinung sein.

Wie und vor allem was wird in einer Bienenwiese ausgesät?

Bei der Einsaat gibt es zwei wesentliche Erfolgskriterien. Mit welchem Gerät wird die Bienenweide ausgesät und wie setzt sich die Blühmischung zusammen. 

Schweres Gerät für optimale Ergebnisse

Die Einsaat einer Bienenwiese ist immer sinnvoll. Egal ob zu Hause per Hand oder auf größeren Flächen mit schwerem Gerät. Der Vorteil bei der Einsaat mit einem großen Traktor ist die Schaffung optimaler Voraussetzungen. Mit einer Fräse kann das Saatbeet vorbereitet werden. Anschließend kann mit einer Sämaschine das Saatgut gleichmäßig ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden.

Mit einem lokalen Landwirt wird die Bienenwiese mit schwerem Gerät eingesät

Auf die Mischung kommt es an

Es gibt keine pauschale Saatmischung, die für alle Regionen Deutschland geeignet ist. Jede Region hat eine unterschiedliche Vegetation. Natürlich gibt es immer ein paar Alleskönner, wie den Klatschmohn oder die Wilde Möhre. Ziel sollte aber immer eine angepasste Saatmischung an die regionalen Gegebenheiten sein.

  • In Franken hat die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau die Veitshöchheimer Bienenweide zusammengestellt. Sie besteht aus rund 40 verschiedenen Kräuter- und Blumenarten. All diese Arten sind in Franken heimisch und in der regionalen Flora verwurzelt.
  • Aus Erfahrungen unserer ersten Einsaat können wir bestätigen, dass sie bei den fränkischen Bienen und Insekten sehr gut ankommt.

Die Blühmischung muss auf regionale Besonderheiten angepasst sein

Wo sät FairGrapes die Bienenwiesen ein? 

Unsere Bienenwiese säen wir für alle verkauften Flaschen in 2021 im Schlosspark Kleinheubach ein. Gelegen zwischen Odenwald und Spessart am Ufer des Mains, ist es ein optimaler Standort. Der knapp 30 Hektar große Schlosspark bietet Artenreichtum, einen alten Baumbestand und ein natürliches Umfeld. Im Frühjahr 2021 haben wir bereits ein erstes Projekt mit der Löwenstein’schen Stiftung begleitet. Hier wurde ein Hektar Veitshöchheimer Bienenwiese gesät. Hierbei haben wir mit einem lokalen Landwirt zusammengearbeitet. Das Ergebnis war besser als erhofft. Honigbienen, unterschiedliche Wildbienen, Schmetterlingsarten, Grashüpfer und viele weitere Insekten waren täglich in großer Zahl vor Ort. Der Anblick war klasse. Wir freuen uns schon auf die nächste Einsaat im Frühjahr 2022.

So kannst du beim Bienenretten mitmachen

Du willst dich an unserer Bienenweide beteiligen? Kein Problem. Mit jeder Flasche MELLI lässt du 4 Quadratmeter Bienenwiese für ein Jahr blühen. Das entspricht der Größe einer Tischtennisplatte. Unsere MELLI ist ein trockener Riesling aus dem Rheingau.

Die gesellige Melli ist am liebsten unter Menschen, wo sie zitronige Sommergefühle verbreitet. Mit ihrer dynamischen Art tänzelt sie auf der Zunge und verspricht interessante Gespräche in entspannter Atmosphäre. Ein großer Fan von spritzigen Weinschorlen an unvergesslichen Sommerabenden ist sie übrigens auch.

Unser trockener Riesling: MELLI

Fazit

Naturschutz muss nicht kompliziert sein. Er muss auch nicht teuer sein. Wir müssen nur alle zusammen einen Teil dazu beisteuern. Wenn die Politik nicht umdenkt, müssen wir umdenken. Und damit meine ich nicht nur uns Konsumenten. Mit FairGrapes machen wir einen ersten Schritt und wollen als Vorbild für andere Unternehmen agieren. Du kannst uns dabei unterstützen, indem du unsere Weine probierst, uns weiterempfiehlst oder einfach einen Instagram- oder Facebook-Post teilst. Denn zusammen können wir viel erreichen!

Cheers,
Konstantin